Morgens und abends kann die Sonne dich komplett blenden. Du siehst nichts - aber der Verkehr vor dir existiert trotzdem.
Wenn die Sonne blendet
Tiefstehende Sonne im Frühjahr und Herbst ist eine der am meisten unterschätzten Gefahren im Straßenverkehr. Du siehst nichts – und wirst nicht gesehen.
Warum tiefstehende Sonne so gefährlich ist
Du siehst nichts
- Ampeln werden unsichtbar
- Bremslichter verschwinden im Gegenlicht
- Fußgänger und Radfahrer sind nur Silhouetten
- Straßenverlauf ist nicht erkennbar
Du wirst nicht gesehen
Autofahrer, die in Richtung Sonne fahren, sehen dich nicht. Sie sind genauso geblendet wie du – aber in ihrer Richtung.
Die Kreuzungsfalle
Besonders gefährlich: Kreuzungen, an denen die Sonne von der Seite kommt. Der Querverkehr sieht dich nicht – und du siehst ihn nicht.
Gegenmaßnahmen
Ausrüstung
- Visier: Getöntes Visier oder Sonnenblende nutzen
- Kleidung: Helle, reflektierende Kleidung macht dich sichtbarer
- Licht: Fahrlicht an – auch bei Sonne
Fahrweise
- Geschwindigkeit reduzieren
- Größeren Abstand halten
- An Kreuzungen besonders vorsichtig
- Im Schatten von LKW fahren (aber nicht zu dicht)
Routenplanung
- Morgens Richtung Westen fahren
- Abends Richtung Osten fahren
- Wenn möglich: Nicht gegen die Sonne fahren
Kritische Zeiten
Im März/April und September/Oktober steht die Sonne morgens (7-9 Uhr) und abends (17-19 Uhr) besonders tief. Plane deine Touren entsprechend.
Safety First
Motorradfahren ist gefährlich - aber mit dem richtigen Wissen, der richtigen Ausrüstung und der richtigen Einstellung reduzierst du dein Unfallrisiko um 80%. Fahre defensiv, trage IMMER vollständige Schutzkleidung, und überschätze dich nicht.